Lohkaninchen Schwarz - Homepage Rassekaninchenzucht Lange

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Lohkaninchen Schwarz

Bereits mit 17 Jahren ist mein Großvater Werner Lange in den Rassekaninchenzuchtverein S276 Meerane eingetreten. Seitdem züchtet er die Lohkaninchen im Farbenschlag schwarz.
In seiner 68 jährigen Zucht gab es Höhen und Tiefen. So starben in den 90er Jahren durch die RHD eine vielzahl seiner Tiere.
2004 wurde er Klassensieger bei der Bundesschau. Viele Titel wechselten so ihren Platz nach Meerane.

Nachfolgend möchte ich ein wenig auf die Lohkaninchen eingehen.

Das Lohkaninchen ist eine kleine Kaninchenrasse mit einem Gewicht von 2,0 bis 3,25 Kilogramm, wobei das Kaninchen am besten mit einem Gewicht von 2,7 bis 2,9 Kilogramm in erscheinung tritt.
Ursprünglich kommt das Lohkaninchen aus England.
Der Anfang der Lohkaninchenzucht geht auf einen Zufall zurück.
Als im Jahre 1880 Charles Darwin die Behauptung aufstellte, dass Tiere und Pflanzen in ihre Wildform zurück kehren, wenn diese wieder ausgewildert werden, wollte der englische Grundbesitzer Cox dies nicht glauben. So setzte er 1883 auf eine seiner unbewohnten Inseln Kleinsilber schwarz, blaue bzw. helle blauwildfarbige Kaninchen und verschiedene Holländerkaninchen aus. Als er 1887 die Insel erneut aufsuchte fand er keine Wildfarbigen, jedoch Zeichnungstiere mit dem Zeichnungsbild der Lohkaninchen vor. Diese waren jedoch nur cremefarbig. Aus diesen Tieren züchtete er einen reinerbigen Zuchtstamm LOhkaninchen heraus. (genannt Black & Tan) Seit jeher wurden immer wieder Hasenkaninchen eingekreuzt, um eine stetige Verbesserung zu erreichen. 1896 führte der Züchter Rottloff aus Ehrenfriedersdorf/Erzgebirge  die ersten Lohkaninchen schwarz nach Deutschland ein. Als in der Zeit von 1936 - 1945 die Wirtschaftsrassen einen großen Aufschwung hatten sorgte es hingegen bei den Lohkaninchen für einen Rückgang, ja sogar fast den Untergang dieser Rasse. Mit den Restbeständen wurde nach dem Krieg wieder angefangen.  Durch die gute Clubarbeit ging es nach 1945 wieder aufwärts mit den Loh, zumindest bei den schwarzen.

Gewicht und Körperform
Das Gewicht beträgt wie oben bereits geschrieben 2,00 - 3,25 Kilogramm, wobei es bei 2,70 - 2,90 Kilogramm am schönsten wirkt.
Auch ist dieses Gewicht das Ideal für die Zucht. Die LOhkaninchen brauchen wenig Kraftfutter, wenn eine frühzeitige Verfettung vermieden werden soll. Bei einer Verfettung der Zuchttiere wird der Rammler beim Deckakt träge und die Häsin Zuchtuntauglich. Das VOllgewicht wird mit etwa fünf bis sechs MOnaten erreicht.
Im Körperbau wird eine gedrungene, walzenförmige Form mit leichtem stand gewünscht.
Ein manko bei vielen Tieren ist trotz abgerundeter Hinterpartie  eine schmal nach vorn verlaufende Körperform.
Ungewünscht sind die ebenfalls teilweise vorkommenden langen schmalen Köpfe, bzw bei den Häsinnen extreme breite Köpfe.

Zum Fell
Das Fellhaar wird mit einer etwa 2,5 cm langen Haarlänge und möglichst dichten Unterwolle gewünscht. Eine geleichmäßige, sowie elastische Begrannung sorgt für eine gute Struktur.
Bauch, Brust und Blumenunterseite, die Innenseiten der Läufe, die Zehen sowie im Genick sind bei allen Lohkaninchen gelbbraun bishin zu einer leichten orangenote. Eine reine feurige, sowie klar abgegrenzte Farbe wird gewünscht.
Die Fellfarbe reicht von feh - über blau und Havanna bishin zum Schwarzloh.

Die Kopfzeichnung
Ein wichtiges Augenmerk bei den Lohkaninchen sind die Augenringe, Nasen- und Kinnbackeneinfassung, die Ohrenränder und den Ohrenpunkten vorn an der Ohrwurzel. Die größten Verbesserungen bedarf es in den gleichmäßig geforderten Augenringen.

Erbformel nach Prof. Nachtsheim
Die heute gezüchteten Farbenschläge der Lohkaninchen sind alle  Kombinationstypen, die durch eine Kombination des Lohfarbton g° mit  Gelbverstärkern (y-Faktoren) entstanden sind.
Erbformel für Lohkaninchen, schwarz = A B C D g° yi Y2
Erbformel für Lohkaninchen, braun = A B c D g° y, y2
Erbformel für Lohkaninchen, blau = A B C d g° yi y2
Durch eine derartige Kombination ist aus dem Wildtyp zunächst  Schwarzloh hervorgegangen. Durch weitere Kombinationszüchtungen mit  braunfarbigen Tieren entstand das Braunloh, mit blaufarbigen Tieren, das  Blauloh.
Die als Loh-Faktor bezeichnete Anlage g° ist durch eine Mutation des Wildfarbigkeitsfaktors (G) entstanden.

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